QR – Grabmal Dröge

In der Denkmalsliste wird das Grab folgendermaßen charakterisiert: Mehrteiliges Grabmal aus „Norwegischem Mamor“ ( ein besonders wertvoller Diabas, der nur in Norwegen oder Schweden gebrochen wird ) mit Reliefbronzeplatte, die eine Rosen streuende Frau mit Palmwedel in der anderen Hand zeigt.

Die Familie Dröge war schon lange in Arnsberg ansässig. 1767 spendete testamentarich der Landschreiber Johann Phillip Dröge 500 Taler zur Anschaffung einer 2. Glocke, der Marienglocke, für die Stadtkapelle d. h. für den Glockenturm. Ab 1828 wohnte die Familie im – um 1820 erbauten – Haus Klosterstr. 2.

Begraben hier sind u.a. Franz Albrecht Dröge (1829 – 1892 ), Justizrat und Notar, über 19 Jahre Mitglied der Stadtverornetenversammlung und Beigeordneter der Stadt Arnsberg im nur vierköpfigen Magistrat der Stadt und Träger des „Roten Adlerordens“. Des weiteren sind hier bestattet seine Frau Luise, geb Boese, und sein Sohn Franz-Theodor Dröge (1863 – 1930), 1899 – 1916 Mitglied des Provinzial-Landtags und 1897 – 1913 Landrat des Kreises Arnsberg. Anschließend wurde er als Oberreg.-Rat nach Wiesbaden und zum Schluss seines Berufsleben als Reg.-Vizepräsidenten nach Köslin berufen. Nach kurzem Ruhestand verstarb er in Wiesbaden und der ausführliche Nachruf im „Centräler“ betont seine besoneren Verdienste als hiesiger Landrat mit Ausbau des Straßennetzes und Bahnverbindungen, der Gründung des Kreiselektrizitätswerkes und seine Verbundenheit mit den Gemeinden und den Bürgern, die sich im bleibenden Interesse an den Entwicklungen im Kreis Arnsberg manifestierte. Und so ließen er und seine Frau sich nach dem Tod ins heimische Familiengrab überführen. Auch die Geschwister von Franz-Theodor, Paula gest. 1955 und Hermann , Landgerichtspräsident, gest. 1950 sind fanden hier hier ihr Grab ebenso wie sein Sohn Erich ( 1894 – 1959) Geschäftsführer des Elektrofachverbandes, der ebenfalls nach seinem Tod in Freiburg im Arnsberger Familiengrab bestattet wurde.