Projekt

Der Verein „Erhaltet den Eichholzfriedhof“

Der Arnsberger Eichholzfriedhof als geschlossener und historischer Friedhof zeigte über die Jahre zunehmend Zeichen des Zerfalls und es bestand die Gefahr, dass der Schatz an besonderen und bedeutenden Grabmäler aus verschiedenen Epochen und ganz allgemein der Friedhofscharakter allmählich verloren gehen könnte. Da es nicht zu den primären Aufgaben der Stadt gehört, Gräber über die Pachtzeit zu erhalten und den Bestand zu sichern und da auch für diese Aufgaben Finanzmittel und Personal bei der Kommune fehlten, war hier ein sinnvoller Aufgabenbereich für bürgerschaftliche Engagement gegeben.

So kamen im Sommer 2012 und in den folgenden  Jahren mehere ehrenamtliche „Seniortrainer“ des Amtes für Engagmentförderung der Stadt Arnsberg ( www.arnsberg.de/engagement ) zusammen und planten ein Projekt zur Erhaltung dieses Friedhofes. Durch persönliche Ansprach und Zeitungsartikel konnten weitere 12 bis 15 Mitstreiter gewonnen werden, sodass im Herbst 2012 die ersten Arbeiten beginnen konnten.

Als Arbeitsprogramm und Ziel wurden folgende Bereiche bestimmt: Renovierung und Restaurierung von umgestürzten oder verfallenen steinernen Grabdenkmälern oder Grabkreuzen und Grabmauern, Restaurierung hölzerner Grabkreuze , Restaurierung schmiedeeisernen Gitter, Erneuerung von Grabinschriften, Grünarbeiten wie Buschschnitt, Entfernung von Strünken, Ranken und des alles überwuchernden Unkrauts sowie Grabbepflanzungen und -pflege an verlassenen oder nicht mehr betreuten Gräbern.

Des Weiteren gehören zu Tätigkeitsbereichen die Dokumentation dieser Arbeiten, heimatkundlich-historische und biographische Nachforschungen über die dort Bestatteten und deren Familien und die Präsentation dieser Ergebnisse in unterschiedlicher Form, Führungen über den Friedhof und kulturhistorische Nachforschungen.

Im Jan. 2015 gründete die ehrenamtliche Projektgruppe einen als gemeinnützig anerkannten Verein, um einfacher als über das Amt für Engagementförderung der Stadt Arnsberg Spendengelder akquirieren zu können. Somit werden notwendige Finanzmittel über Sponsoren und Spendern zur Verfügung gestellt, womit Geräte und Materialien erworben und in Einzelfällen für große Vorhaben auch hiesige Unternehmen mit ins Boot geholt werden können.